Online-Marktplätze: erfolgreich verkaufen – heute und in Zukunft

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Online-Marktplätze: erfolgreich verkaufen – heute und in Zukunft

  • 28. Jänner 2020
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Der technische Fortschritt mit den grenzenlosen Möglichkeiten des Internets hat dazu geführt, dass sich das Einkaufsverhalten der Menschen nachhaltig geändert hat. Im Jahr 2018 setzte der E-Commerce-Markt in Deutschland über 50 Milliarden Euro um – Tendenz steigend. Eine besondere Bedeutung kommt dabei den Online-Marktplätzen zu: Online-Marktplätze sind Plattformen, die Produkte verschiedener Hersteller vertreiben und dem Kunden somit ein besonders großes Spektrum an Produkten anbieten können. Zu den weltweit führenden Online-Marktplätzen gehören etwa der Marktführer Amazon, das Online-Auktionshaus eBay und der chinesische Internetriese Alibaba.

Online-Marktplätze teilen sich den umkämpften Markt im Internet vor allem mit den Websites der Hersteller und Marken. Einer Studie von Salesforce zufolge haben Online-Marktplätze aktuell aber klar die Nase vorn: Rund 47 Prozent der Online-Kunden nutzen Online-Marktplätze, während 26 Prozent auf die Websites oder Apps von Herstellern setzen und 18 Prozent bei Marken einkaufen.

Die verschiedenen Typen von Online-Marktplätzen

Bei den Online-Marktplätzen wird im Wesentlichen zwischen der horizontalen, der vertikalen und der hybriden Variante des Marktplatzes unterschieden.

Der horizontale Online-Marktplatz

Horizontale Online-Marktplätze zielen darauf ab, ein breites Spektrum an Produktklassen abzudecken und dem Kunden somit ein branchenübergreifendes Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Nicht selten können Online-Einkäufer auf ein und demselben Marktplatz also von Lebensmitteln über Elektronik und Mode bis zu Möbeln alle gewünschten Produkte finden. Ein prominentes Beispiel für einen horizontalen Online-Marktplatz ist Amazon.

Der vertikale Online-Marktplatz

Im Unterschied zu der horizontalen Variante konzentriert sich ein vertikaler Marktplatz auf eine ganz bestimmte Branche beziehungsweise Produktklasse. Diese Strategie zielt darauf ab, den Kunden durch eine klare Abgrenzung und ein Alleinstellungsmerkmal von einem Kauf auf der Plattform zu überzeugen. Häufig bieten Online-Marktplätze einen besonderen, produktbezogenen Service an, der sie von horizontalen Marktplätzen abgrenzt. Kunden fühlen sich dadurch bei diesem Händler wohl und vertrauen auf dessen Expertise.

Der hybride Online-Marktplatz

Der hybride Marktplatz bietet sowohl eigene Produkte als auch Produkte anderer Hersteller an. Die Idee dahinter: Durch die Erweiterung des eigenen Produktsortiments wird die Reichweite erhöht und das Kundeninteresse gesteigert. Ein typisches Beispiel für den hybriden Online-Marktplatz ist der App-Store.

Welche Produkte werden online oder offline gekauft?

Von welchen Faktoren machen Kunden abhängig, ob Sie ein bestimmtes Produkt bei einem Online-Marktplatz erwerben und bequem nach Hause schicken lassen oder direkt im Geschäft kaufen? Dieser Frage ist eine PwC-Studie aus dem Jahr 2018 auf den Grund gegangen – mit interessanten Ergebnissen:

Unterhaltungsmedien werden bevorzugt online gekauft

Bücher, Musik, Filme und Videospiele führen die Liste der beliebtesten Online-Produktkategorien mit großem Vorsprung an: Rund 60 Prozent der Befragten geben an, Unterhaltungsmedien bevorzugt im Internet zu kaufen. Nur 28 Prozent der Studienteilnehmer würden hingegen den Weg in einen Buchhandel oder in einen Elektronikmarkt in Kauf nehmen. Diese eindeutige Gewichtung hat einen einfachen Grund: Unterhaltungsmedien stehen in Online-Marktplätzen meist direkt per Download zur Verfügung und werden nicht erst physisch per Post zum Kunden geschickt.

Bei Unterhaltungselektronik wird auf persönliche Beratung gesetzt

Die neue Playstation, der 60-Zoll-LCD-Fernseher oder das Tablet der neuesten Generation – bei Produkten der Unterhaltungselektronik hält sich der Anteil von Online- und Offline-Konsumenten in etwa die Waage. Während 51 Prozent der Befragten einen Kauf direkt im Geschäft bevorzugen, neigen 43 Prozent zum bequemen Einkaufserlebnis per Mausklick. Anders als bei Unterhaltungsmedien ist es den Kunden beim Kauf von Unterhaltungselektronik wichtig, sich vor Ort über das Produkt zu informieren und eine kompetente Beratung in Anspruch zu nehmen.

Kleidung und Schuhe vor oder nach dem Kauf anprobieren?

Das neue Outfit auf dem Online Marktplatz der Wahl zusammenstellen und direkt per Post nach Hause schicken lassen – auch Kleidung und Schuhe werden zunehmen im Internet gekauft. Bereits 40 Prozent aller Mode-Fans ziehen den Einkauf per Mausklick dem Spaziergang in die Lieblings-Boutique vor. Die Mehrheit der Studienteilnehmer möchte die Kleidung aber nach wie vor im Geschäft anprobieren – rund 51 Prozent bevorzugen diese Variante.

Bei Waren des täglichen Bedarfs ist ein Wandel zu beaobachten

Dem Online-Boom zum Trotz: Lebensmittel und andere Waren des täglichen Bedarfs werden bevorzugt immer noch im Offline-Geschäft des Vertrauens erworben. Rund 70 Prozent aller Konsumenten bevorzugen es, sich im Lebensmittelgeschäft den knackigsten Apfel und die reifste Avocado selbst auszusuchen. Aber: Auch im Lebensmittelhandel gibt es einen klaren Trend zum Online-Shopping. Laut einer BEVH-Studie stieg der Umsatz in diesem Sektor im Jahr 2018 um rund 16 Prozent.

Die vier Erfolgsfaktoren von Online-Marktplätzen

Der Umsatz von Online-Marktplätzen steigt jedes Jahr um eine zweistellige Prozentzahl – von diesen Wachstumsraten können andere Branchen nur träumen. Doch was sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren, die Nutzer zu einem Kauf im Internet bewegen?

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Produktvielfalt

Der führende Online Marktplatz Amazon hat im Jahr 2016 mit einer unglaublichen Zahl zur Produktvielfalt auf sich aufmerksam gemacht: Kunden konnten auf der Plattform zwischen insgesamt 229 Millionen Produkten wählen – mehr als Offline-Händler selbst auf quadratkilometergroßen Verkaufsflächen jemals anbieten könnten. Die schier überwältigende Produktvielfalt ist das wahrscheinlich wichtigste Erfolgsmerkmal von Online-Marktplätzen.

Nutzerbewertungen

Hersteller versuchen, Kunden mit den tollsten Versprechen vom eigenen Produkt zu überzeugen. In der Praxis ist es aber selten so, dass ein Produkt auf ganzer Linie überzeugt und gar keine Schwachstellen offenbart. Aus diesem Grund schätzen viele Einkäufer, dass sie sich im Internet ausführlich über die positiven und negativen Erfahrungen anderer Konsumenten informieren können.

Zeit- und Ortsunabhängigkeit

Nachts um 3 Uhr ein Kleid im Internet aussuchen oder aus dem Urlaub auf den Bahamas den Einkauf für die nächste Woche erledigen – im Online-Zeitalter ist nichts unmöglich. Viele Nutzer schätzen die völlige Unabhängigkeit von Ladenöffnungszeiten und bevorzugen daher den Einkauf auf dem Online-Marktplatz.

Preisvergleiche

Online-Marktplätze bieten ein- und dasselbe Produkt häufig von vielen verschiedenen Händlern an. Nutzer profitieren dadurch von einer transparenten und übersichtlichen Vergleichbarkeit der Preise. Darüber hinaus entsteht durch den harten Wettbewerb der Online-Händler ein echter Preiskampf, den Kunden zu ihrem Vorteil nutzen können.

Einzelhändler, Marken und Online-Marktplätze – verschiedene Einkaufsoptionen bieten verschiedene Vorteile. Welche Gründe ausschlaggebend für die Käuferentscheidung bei der Wahl zwischen Einzelhändlern, Marken und Online-Marktplätzen sind, können Sie im Connected Shoppers Report lesen.

Wie sieht die Zukunft der Online-Marktplätze aus?

Online-Marktplätze blicken seit Beginn des Internetzeitalters auf eine echte Erfolgsgeschichte zurück: Die vielen Vorteile digitaler Vertriebskanäle haben dazu geführt, dass Online-Marktplätze heute aus dem E-Commerce nicht mehr wegzudenken sind. Doch wie sieht die Zukunft aus? Deutet sich eine Ablösung an oder können Online-Marktplätze ihre Stellung weiter ausbauen? Dazu schauen wir uns 2 alternative Formen des Einkaufens einmal genauer an:

Social-Commerce: Herkömmliche Online-Marktplätze sind von einer recht distanzierten Beziehung zwischen Plattform und Kunden geprägt – es gibt keinen bis wenigen interaktiven Austausch. Genau in diese Lücke stößt das Social Commerce und bindet potenzielle Kunden aktiv mit in das Einkaufserlebnis ein. Der Shop wird dadurch vom Marktplatz zu einer aktiven Social Community, die sich über Produkte austauschen und Empfehlungen aussprechen kann.

No-Line Commerce: No-Line Commerce ist der neue Trend im digitalen Handel. Dabei steht unabhängig vom Vertriebskanal stets der Konsument im Mittelpunkt. No-Line Commerce vernetzt Online- und Offline-Systemwelten und erlaubt es einem Nutzer somit beispielsweise, ein online gekauftes Produkt im Laden zurückzugeben.

Online-Marktplätze im stetigen Wandel

Im hart umkämpften Online-Wettbewerb müssen sich Händler und Hersteller stets neu erfinden, um dem Kunden ein besseres Einkaufserlebnis zu bieten. Selbst klassische Online-Marktplätze wie Amazon bleiben von dieser Entwicklung nicht verschont und dürfen sich auf ihren Lorbeeren nicht ausruhen. Experten rechnen zwar damit, dass die Umsätze von Online-Marktplätzen weiter stark steigen werden. Angesichts neuer Verkaufsansätze wie dem Social Commerce und dem No-Line Commerce gilt es aber, das eigene Angebot kontinuierlich auf den Prüfstand zu stellen und neue Wege einzuschlagen.

Im 60-seitigen „State of the Connected Customer-Report“ lassen sich alle Ergebnisse nachlesen. Kostenloser Download hier.

By Franziska Johne

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